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Internationales Heinrich-Schütz-Fest Marburg

Psalm-Kompositionen im Reformationszeitalter und bei Heinrich Schütz

21. bis 24. September 2017

Zum Reformationsjubiläum 2017 wird in Marburg das 48. Internationale Heinrich-Schütz-Fest der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft stattfinden. Die Gesellschaft kehrt damit nach 1972 und 1993 zum dritten Mal in die Stadt zurück, in der Heinrich Schütz von 1607 bis 1609 an der juristischen Fakultät studierte.

Im Zentrum des Marburger Festes steht das Thema „Psalmkompositionen im Reformationszeitalter und bei Heinrich Schütz“. Es bildet den Fokus verschiedener Konzertprogramme mit Ensembles von internationaler Geltung und wird im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposions von nationalen und internationalen Experten beleuchtet. Dabei sollen kirchen- und territorialpolitische Implikationen ebenso zur Sprache kommen wie theologische wie künstlerische Aspekte. Geplant sind außerdem u.a. Exkursionen sowie eine kulturhistorische Ausstellung im Hessischen Staatsarchiv über „Musik des Reformationszeitalters in Hessen“.

Im Jahr des Reformationsjuniläums gerade die Stadt Marburg als Ort für ein Internationales Heinrich-Schütz-Fest zu wählen, liegt aus mehreren Gründen besonders nahe. Sie lassen eine weit über den lokalen Raum hinausweichende nationale wie internationale Bedeutung mit politischen, theologischen ebenso wie künstlerischen Dimensionen erkennen:

Erstens wurde hier 1526 auf der sogenannten Homberger Synode ein Kirchengesetz erarbeitet, das für viele weitere Territorien beispielgebend war.

Zweitens gründete Landgraf Philipp von Hessen (1504-1567) hier 1527 die weltweit erste protestantische Universität, an der auch Heinrich Schütz von 1608 bis 1609 studierte und sein juristisches Examen ablegte.

Drittens fand in Marburg auf Initiative des Landgrafen 1529 das bekannte Religionsgespräch zwischen Martin Luther, Philipp Melanchthon, Huldrych Zwingli, Martin Bucer und zahlreichen weiteren Theologen statt, das eine Einigung des protestantischen Lagers in der Abendmahlslehre und anderen theologischen Streitpunkten herbeiführen sollte.

Viertens kam es 1605 besonders in Marburg im Zuge der sogenannten „Zweiten Reformation“ zu massiven Auseinandersetzungen bei der Einführung des reformierten Bekenntnisses durch Landgraf Moritz dem Gelehrten (1572-1632).

Fünftens hat Heinrich Schütz in Hessen, vor allem in Kassel  und in Marburg, seine Schul- und Studienzeit verbracht. Langraf Moritz gewährte ihm ein Stipendium zur Ausbildung bei Giovanni Gabrieli, dem Organisten an San Marco in Venedig, die seine künstlerische Begabung zu voller Entfaltung brachte und ihn am kursächsischen Hof in Dresden zur bedeutendsten deutschen Musikerpersönlichkeit des 17. Jahrhunderts werden ließ.

Eine ausführliche Programmübersicht samt Anmeldeformular werden wir Ihnen ab Mai 2017 zum Download bereitstellen, ebenso ein Buchungsformular zur Zimmerreservierung in einem unserer Partnerhotels.

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Psalm-Kompositionen im Reformationszeitalter und bei Heinrich Schütz

21.–24. September 2017

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